Die "Vierzeppliche" Kapelle
Auf dem Weg von Glatz nach Bad Landeck bei der Abzweigung nach Winkeldorf steht dieser eigenartige Bau mit vier Giebeln, die aber oben durch kein Dach verbunden sind, sondern frei stehen.

Diese bemerkenswerte Kapelle führte die letzten Jahrzehnte ein tristes Dasein.
Im Jahr 2006 wurde sie dann durch die Initiative von Joachim Straube grundlegend renoviert.

Dieses kleine Heiligtum wurde im Volksmund die "Vierzeppliche" oder "Vierzillekapelle" genannt.
Über den Grund ihrer Entstehung gibt es zwei Sagen:
Die Kapelle wurde an der Stelle erbaut, wo im Glogauischen Krieg eine Metzelei stattfand. In diesem Krieg zwischen König Matthias und der Stadt Glogau wurde das Bieletal um das Jahr 1488 von einer in Patschkau liegeden Truppenabteilung des Königs geplündert. Die inzwischen zusammengerufenen Bauern überfielen die Plünderer auf ihrem Heimweg bei Reyersdorf und töteten über 100 von ihnen.
Nach einer anderen Sage soll sich die Kapelle über den Leichen von vier schwedischen Generalen befinden, die 1639 bei einem Kampf zwischen den Schweden und den Kaiserlichen auf den Roten Wiesen zwischen Olbersdorf und Winkeldorf fielen. Dies ist aber eher unwahrscheinlich.