Bad Landeck

Die Geschichte von Bad Landeck (Lądek-Zdrój) ist bezüglich seiner politischen und kirchlichen Zugehörigkeit weitgehend identisch mit der Geschichte der der Grafschaft Glatz, zu der es gehörte. Erstmals erwähnt wurde Landeck 1325. Es wurde damals – seiner geographischen Lage entsprechend – Landeke genannt.

Es wird angenommen, dass es schon in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts durch den böhmischen König Ottokar II. Přemysl gegründet und ab 1294 böhmisch königliche Stadt war. König Wenzel IV. erneuerte und bestätigte 1392 der Stadt die bisherigen Privilegien. Bis 1443 gehörte Landeck zur Herrschaft Karpenstein und danach der königlichen Kammer bzw. den jeweiligen Besitzern der Grafschaft Glatz. Die Stadt, die keine Stadtmauer hatte, wurde in den Hussitenkriegen 1428 und 1431 niedergebrannt.  In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde sie durch die podiebradischen Herzöge von Münsterberg, die zugleich Grafen von Glatz waren, wieder aufgebaut. Im 16. Jahrhundert stagnierte die wirtschaftliche Entwicklung. Auch im Dreißigjährigen Krieg wurde Landeck mehrmals schwer heimgesucht und wirtschaftlich zerstört. Nach den Schlesischen Kriegen, fiel Landeck – zusammen mit der Grafschaft Glatz – 1742, und endgültig nach dem Hubertusburger Frieden 1763, an Preußen und wurde in den Regierungsbezirk Breslau eingegliedert. 1765 richtete ein Standtbrand große Schäden an. 1818 wurde aus den Distrikten Landeck und Habelschwerdt der Landkreis Habelschwerdt gegründet, der bis 1945 unverändert bestehen blieb.

Anfang des 19. Jahrhunderts nahm Bad Landeck, dessen wirtschaftliche Grundlage überwiegend Handwerk und Ackerbau sowie die Badequellen waren, einen positiven Aufschwung, nachdem der preußische König Friedrich der Große und Mitglieder seiner Familie ab 1765 mehrmals die Landecker Quellen zu einer Badekur nutzten. Die Zahl der Badegäste und Erholungssuchenden nahm zu. Auch durch den Eisenbahnanschluss, der mit dem Bau der Nebenbahn Glatz–Landeck–Seitenberg 1897 Landeck erreichte, wurde die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt gefördert. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden das städtische Krankenhaus, das neobarocke Postamt und die stattlichen Villen an der zum Kurort führenden Straße (ul. Zdrojowa) errichtet. Als Folgedes Zweiten Weltkriegs fiel Bad Landeck an Polen und wurde in Lądek Zdroj umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde 1946 vertrieben. Die neuen Bewohner waren ihrerseits zum größten Teil selbst Heimatvertriebene aus Ostpolen.

Grafschaft Glatz, zu der es gehörte. Erstmals erwähnt wurde Landeck 1325. Es wurde damals – seiner geographischen Lage entsprechend – Landeke genannt.

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